Der Bugatti „L’Or Blanc“

Noch 108 offene Slots für Grand Sport

Frankfurt/Molsheim, 13. September 2011 – Nach acht Jahren Abwesenheit ist die Marke mit

den schnellsten und exklusivsten Fahrzeugen der Welt wieder auf der IAA vertreten – und zwar

mit einem automobilen Kunstwerk der besonderen Art: dem Grand Sport „L’Or Blanc“.

Dieses Bugatti-Unikat entstand in Zusammenarbeit mit der Königlichen Porzellan-

Manufaktur Berlin (KPM). Außerdem präsentiert Bugatti in Frankfurt einen weiteren offenen

Roadster in Feuerrot und unterstreicht damit die Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten,

die sich Grand Sport-Käufern bietet.

Der „L’Or Blanc“: Das „schnellste Porzellan“ der Welt

Das Unikat „L’Or Blanc“ ist als weltweit erstes Automobil, sowohl an der Karosserie als auch im

Innenraum, mit Elementen aus hochwertigem Porzellan ausgestattet und besticht mit einem

künstlerisch abstrakten Außendesign, dessen Linienführung sich am italienischen Stelvio Pass

orientiert. „In Kooperation mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin setzt Bugatti ganz

neue Akzente beim Einsatz von Materialien und in der Gestaltung seiner automobilen Kunstwerke“,

sagt Wolfgang Dürheimer, Präsident der Bugatti Automobiles S.A.S., auf der Pressekonferenz des

Unternehmens auf der IAA, „aber genau das zeichnet die Marke aus: selbst vor der extravaganten

Idee, Porzellan in einem Supersportwagen einzusetzen, nicht zurückzuschrecken, sondern die

Herausforderung anzunehmen und in höchster Qualität und Ästhetik umzusetzen.“ Damit stehe

Bugatti ganz in der Tradition seines Gründers Ettore, der immer wieder gerne mit neuen

Materialien experimentiert habe.

Der blau weiße „L’Or Blanc“ und der zweite ganz in rot gehaltene Grand Sport, der Bugattis

Tricolore Konzept auf der IAA vervollständigt, stellen nur zwei Beispiele aus der Vielfalt des

Angebotes dar, aus dem Bugatti Kunden in den nächsten Jahren schöpfen können. Geschlossen mit

seinem Panoramadach aus Polycarbonat erreicht der Grand Sport eine Spitzengeschwindigkeit von

407 km/h, offen kann er bis 350 km/h gefahren werden; damit ist er nicht nur das schnellste

Cabriolet der Welt, sondern überhaupt der schnellste straßenzugelassene Supersportwagen, den es

noch zu kaufen gibt. Von dem auf 150 Stück limitierten Fahrzeug mit 1001 PS sind bislang 42

bestellt. Interessierten Kunden bleiben also noch 108 offene Slots.

Weltpremiere einer außergewöhnlichen Kooperation zwischen

der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin und Bugatti

Weltweit erster Einsatz von echtem Porzellan im Außendesign und Innenraum

Berlin/Molsheim, 30. Juni 2011 – Mit der Kooperation zwischen Bugatti und der Königlichen

Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) setzt das Automobilunternehmen neue Akzente in der Gestaltung

seiner automobilen Kunstwerke. Im Rahmen einer exklusiven Enthüllung in den Räumen

der KPM in Berlin feiert der „L’Or Blanc“ am 30. Juni 2011 seine Weltpremiere. Als weltweit

erstes Automobil ist das Unikat des Bugatti Veyron Grand Sport sowohl an der Karosserie

als auch im Innenraum mit Elementen aus hochwertigem Porzellan ausgestattet und besticht mit

einem künstlerisch abstrakten Außendesign.

Der Sicherheitschef gibt sein OK, die Tür öffnet sich, reinstes Weiß an den Wänden, das Licht strahlt

gebündelt auf den im Zentrum des Raumes platzierten Bugatti Grand Sport. Wir befinden uns im

streng abgeschirmten Designstudio von Bugatti. Es herrscht eine tiefe Ruhe und hohe Konzentration

als das Team des Bugatti Design Chefs Achim Anscheidt das Objekt der Begierde umkreist. Immer

wieder bleiben sie stehen, gehen einen Schritt nach links oder rechts, dann in die Knie und wieder

hoch und mustern mit angespanntem Gesichtsausdruck den Grand Sport aus verschiedenen Blickwinkeln.

Sie analysieren die Reflektionen des Lichtes auf dem Wagen, schließlich treten sie zurück, um

sich aus einigen Metern Entfernung einen Gesamteindruck zu verschaffen. Feine blaue Linien ziehen

sich über das leuchtend weiße Äußere des schnellsten Cabriolets der Welt. Es wirkt wie im Atelier

eines amerikanischen Pop Art Künstlers.

Das Werk trägt den Namen „L’Or Blanc“. Ein Automobil mit dem Anspruch, die Kunst der Gestaltung

auf neue Weise zu interpretieren. Folgt man den Blicken der Designer wird deutlich, dass ihr Interesse

den Lichtreflexen auf der Karosserie gilt. Unter dem speziellen gleichförmigen Licht zeichnen

sich die Reflexionen perfekt auf dem Wagen ab und zwar genau dort, wo das Studiolicht von den unsichtbaren

Kanten zwischen den Karosserieflächen des Grand Sport zurückgeworfen wird. Schritt für

Schritt ziehen Bugattis Designer jede Linie mit dem blauen Präzisionstape aus japanischem Seidenpapier

über die strahlend weiß vorlackierte Karosserie. Es haftet nicht nur gut auf schwefelhaltigem

Plastilin, sondern lässt sich auch von Hand reißen. Bis zu fünf Meter lange Tapes werden so an einem

Stück über die gesamte Oberfläche des Fahrzeugs mit der notwendigen Spannung angebracht. Sind

die Designer nicht hundertprozentig zufrieden, legen sie Korrekturtapes über die Originallinie; das

wiederholen sie solange bis diese über die richtige Spannung und den gewünschten Charakter verfügt.

Immer wieder mustert das Team die Arbeit aus der Entfernung, um das Verhältnis der Streifen zu den

Zwischenräumen abzugleichen. Nur auf diese Weise lassen sich die Linien exakt von einer Seite des

Wagens über das Dach und das Heck zur anderen Seite führen. Manchmal wird nur ein winzig kleiner

Abschnitt korrigiert. Es wird schließlich höchste Präzision erwartet. Am Ende spannen sich die

Linien wie ein Netz aus Lichtreflexen über den wohlproportionierten Körper des Bugattis. Insgesamt

arbeitet das Designteam mehrere Wochen an der Komposition aus den schwungvollen Kurven und

filigranen Linien, die wie Serpentinen des Stelvio Passes über das automobile Kunstwerk fließen. „Wir

zeigen mit dem ‚L’Or Blanc’ einen Einblick in die Handwerkskünste der beiden Marken mit einer

Linienverwandtschaft, die sowohl auf die kunstvolle Handlinierung des Porzellans, als auch auf den

automobilen Modellierprozess zurückzuführen ist, erklärt Achim Anscheidt.“

Im Anschluss nehmen sich Bugattis Lackspezialisten des mit den Tapes präparierten Fahrzeugs an. In

einem Prozess von rund drei Wochen, werden die aufgebrachten Linien millimeterweise per Hand

durch eine Lackierung im kräftigen Blauton ersetzt und der gesamte Wagen mit fünf Klarlackschichten

versehen. Da das Designteam die Tapes in unterschiedlichen Breiten auf der Karosserie angebracht

hat, wird nun auch ein abwechslungsreicher geschwungener Farbverlauf sichtbar. Während im unteren

Bereich des Cabriolets die blauen Linien gegenüber den weißen Zwischenräumen dominieren, kehrt

sich das Verhältnis zum Dach hin um. Das intensiv glänzende Weiß gewinnt immer stärker an Prägnanz.

Zwölf Elemente aus feinstem Porzellan der Berliner Manufaktur vervollständigen den kunstvollen

Charakter dieses Grand Sport Sondermodells.

Im Anschluss nehmen sich Bugattis Lackspezialisten des mit den Tapes präparierten Fahrzeugs an. In

einem Prozess von rund drei Wochen, werden die aufgebrachten Linien millimeterweise per Hand

durch eine Lackierung im kräftigen Blauton ersetzt und der gesamte Wagen mit fünf Klarlackschichten

versehen. Da das Designteam die Tapes in unterschiedlichen Breiten auf der Karosserie angebracht

hat, wird nun auch ein abwechslungsreicher geschwungener Farbverlauf sichtbar. Während im unteren

Bereich des Cabriolets die blauen Linien gegenüber den weißen Zwischenräumen dominieren, kehrt

sich das Verhältnis zum Dach hin um. Das intensiv glänzende Weiß gewinnt immer stärker an Prägnanz.

Zwölf Elemente aus feinstem Porzellan der Berliner Manufaktur vervollständigen den kunstvollen

Charakter dieses Grand Sport Sondermodells.

Wir wechseln in die Werkstätten der Königlichen Porzellan-Manufaktur im Herzen Berlins. Hier

fertigen über 170 Kunsthandwerker und Porzellanspezialisten nach einer 250-jährigen Tradition

moderne Pretiosen aus Porzellan. Im Atelier der Entwicklungsabteilung wird in wochenlanger Detailarbeit

an den Gipsformen gefeilt für jene Unikate, die schließlich sowohl am Exterieur wie auch

im Interieur des „L’Or Blanc“ zum Einsatz kommen. Umfangreiche Testreihen sind nötig, damit das

natürliche Schwinden der Masse im Ofen um durchschnittlich 16 % während der mehrtägigen Brennund

Trocknungsvorgänge ausgeglichen werden kann und alle Porzellanstücke exakt mit den Bugatti

Komponenten zusammenpassen.

„Porzellan in einem Auto, noch dazu im schnellsten Cabriolet der Welt, das scheint im ersten Moment

als recht ungewöhnliche Idee, erläutert Dr. Stefan Brungs, Leiter Vertrieb und Marketing von

Bugatti Automobiles, „aber genau das zeichnet die Marke aus: selbst vor extravaganten Ideen nicht zurückzuschrecken,

sondern die Herausforderung anzunehmen und in höchster Qualität und Ästhetik

umzusetzen.

Damit stehen wir übrigens ganz in der Tradition Ettore Bugattis, der auch gerne mit neuen Materialien

experimentiert hat.“

Neben den signierten Porzellaneinlegern am Mitteltunnel findet sich an der Rückwand zwischen den

beiden Sitzen eine markante Porzellanintarsie. Wie die Porzellanelemente im Exterieur ist auch sie mit

dem Relief des berühmten aufgerichteten Elefanten verziert, den der Bildhauer Rembrandt Bugatti

kreierte und der von dessen Bruder Ettore als Kühlerfigur auf dem Bugatti Royale eingesetzt wurde.

Bis heute ist dieser Elefant untrennbar mit der Marke verbunden. In der Mittelkonsole ist eine edle

Porzellanschale eingelassen. Erstmals hat die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin das Porzellan

an den oberen Kanten dieser Schale mit einem Diamantschliff veredelt. Die Schale lässt sich herausnehmen

und passt zu den ebenfalls exklusiv für diesen Bugatti entwickelten KPM Porzellanen im

dazugehörigen Picknickkoffer.

„Es war Rembrandt Bugattis berühmter Elefant, der den Anstoß zur Zusammenarbeit gegeben hat“,

erzählt Jörg Woltmann, Alleingesellschafter der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM)

und leidenschaftlicher Autofan. „Zunächst wollten wir ihn einfach nur als Porzellanfigur anbieten, danach

kam der Gedanke an ein Service hinzu, und dann haben wir immer weiter überlegt bis am Ende

dieser außergewöhnliche Grand Sport daraus wurde.“ Woltmann ist vom L’Or Blanc ganz begeistert:

„Für die Porzellane der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin gibt es viele Superlative: ihm werden

die schönsten Formen und Dekoren zugeschrieben, es hat die härteste Masse und den weißesten

Farbton. Nun kommt noch ein neues Attribut hinzu: es ist auch noch das schnellste Porzellan!“

Der in Berlin gezeigte Bugatti Veyron Grand Sport „L’Or Blanc“ ist ein Unikat, allerdings ist geplant,

die Zusammenarbeit fortzusetzen. Inspiriert durch die Porzellanmalerei öffnet sich dem Designteam

von Bugatti eine Vielfalt an neuen Gestaltungsmöglichkeiten. Der Bugatti L’Or Blanc kostet 1,65

Millionen Euro.

 

Text- & Bildquelle: Bugatti