Bugatti Veyron 16.4 Super Sport

Super Sport Testfahrten in Andalusien
Bugatti präsentiert den Super Sport den europäischen Medien

Molsheim/Jerez de la Frontera im Oktober 2010 – Im Juli hatte der neue Veyron 16.4 Super
Sport auf dem Testgelände des Volkswagen Konzerns mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit
von 431 km/h (268 mph) einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für Serienfahrzeuge
aufgestellt. Im August wurde er in den USA zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt, auf
dem Volkswagen Konzernabend am Vorabend des Pariser Autosalons feiert er seine
Europapremiere, jetzt lädt Bugatti einige wenige europäische Journalisten zur Testfahrt nach
Spanien ein. Auf den einsamen, aber bestens asphaltierten Straßen Andalusiens stellt Bugatti
drei Wochen lang den Bugatti Veyron 16.4 Super Sport der Presse vor. Weltrekordfahrer
Pierre-Henri Raphanel und Bugattis langjähriger Entwicklungstestfahrer Loris Bicocchi weisen
täglich zwei Journalisten in die Veränderungen des Super Sport ein und lassen sie auf extra dazu
auserwählten Straßen Beschleunigung, Bremsverhalten und Straßenlage erproben.

Der Höhepunkt der Veyron Serie: der Bugatti Veyron 16.4 Super Sport
Erfreute sich ein Fahrzeug besonderer Beliebtheit oder zeigte es große Erfolge auf der Rennstrecke,
verlangten Ettore Bugattis Kunden häufig, für sie noch ein paar PS mehr aus dem Motor
herauszuholen. Ähnlich war es auch bei der Bugatti Automobiles S.A.S., als Veyronbesitzer das
Unternehmen baten, ihr „nächstes Fahrzeug“ nicht nur optisch individueller zu gestalten, sondern
auch das Fahrverhalten sportlicher und etwas extremer auszulegen. Entstanden ist ein
Hochleistungssportwagen, mit dem versierte Fahrer neue Dimensionen erschließen können. Sein
Name: Bugatti Veyron 16.4 Super Sport. Sein Charakter in Kurzform: 1.200 PS (882 kW), 1.500
Newtonmeter maximales Drehmoment, 415 km/h Spitzengeschwindigkeit. Zum Schutz der Reifen
wird der Motor bei 415 km/h elektronisch abgeregelt, die Technik und die Leistungsfähigkeit des
Super Sport ist jedoch identisch mit der des Rekordfahrzeuges. Eine Sonderserie der ersten fünf
Exemplare des Bugatti Veyron 16.4 Super Sport ist in der gleichen Farbgebung gestaltet wie das
Fahrzeug, mit dem Bugatti den Geschwindigkeitsweltrekord erreicht hat. Sie war nach wenigen
Wochen verkauft. Gegenüber dem klassischen Bugatti Veyron 16.4 stellt der Super Sport eine
konsequente Weiterentwicklung dar. Bereits der seit 2005 gebaute 1.001-PS-Veyron überzeugt
bei aller Kraft durch ein Spektrum an herausragenden Eigenschaften von dem Siebengang
DSG-Getriebe über das präzise Fahrverhalten, bis hin zur Stabilität beim Bremsen und Beschleunigen.
Spezialkenntnisse aus fast zehn Jahren Entwicklung im Grenzbereich ermöglichten den Ingenieuren
von Bugatti, den Veyron so weiter zu entwickeln, dass der Fahrer mit ihm in neue Dimensionen
vordringen kann. Sämtliche Modifikationen dienen dabei dem Zweck, ein noch kraftvolleres
Fahrzeug mit noch agilerem Fahrverhalten zu generieren. Der Leistungszuwachs des 16-Zylinder-
Triebwerks wird vor allem durch den Einsatz von vier größeren Turboladern und Ladeluftkühlern
erreicht. Um die einzigartigen Fahrleistungen sicher zu beherrschen, wurde das Fahrwerk des
Hochleistungssportwagens aufwendig überarbeitet. Die Haupt-Federraten wurden leicht angehoben
und die Stabilisatoren verstärkt. Zusammen mit den aus dem Rennsport adaptierten neu
entwickelten Dämpfern werden Räder und Fahrzeug spürbar exakter kontrolliert. Neben dem
hohen querdynamischen Potential von bis zu 1,4 g sorgt das optimierte Zusammenspiel der Reifen
mit dem intelligenten Allradsystem für ein perfektes Handling. Gewaltige 1500 Nm Drehmoment
erlauben am Kurvenausgang noch extremere Beschleunigungswerte. Sämtliche Komponenten des
Antriebsstrangs wurden umfangreich verstärkt, um die immensen Kräfte sicher übertragen zu
können. Höchster aerodynamischer Feinschliff an der Karosserie verbessert die Effizienz und sorgt
für eine ideale Balance in allen Fahrsituationen. Modifizierte Lufteinlässe sorgen für mehr
Luftdurchsatz und eine effiziente Kühlung. Ein neuer Faseraufbau des Vollkarbon-Monocoques
garantiert eine gegenüber dem Basismodell nochmals höhere Verwindungssteifigkeit bei maximaler
passiver Sicherheit und dennoch reduziertem Gewicht. Die Außenhaut besteht vollständig aus
Kohlefaser –auf Wunsch ist der Bugatti Veyron 16.4 Super Sport in klar lackiertem Sichtkarbon erhältlich.

Dynamisches Äußeres
Nicht nur die ausgefeilte Rennsport-Technik knüpft an den Pioniergeist von Firmengründer Ettore
Bugatti an. Das Leitbild des aus einer Künstlerfamilie stammenden genialen Konstrukteurs war es
stets, perfekte Technik in ein ästhetisches Äußeres zu kleiden. Dieser Anspruch lebt bis heute fort:
dem Designteam um Achim Anscheidt gelang es, den Bugatti Veyron 16.4 Super Sport ein völlig
eigenständiges Aussehen zu verleihen – wobei sämtliche äußere Modifikationen stets im Dienste der
Leistungsfähigkeit stehen. Auf den ersten Blick ist der Bugatti Veyron 16.4 Super Sport an seiner
flachen, gestreckten Silhouette zu erkennen. Anstelle der über dem Motor positionierten Lufthutzen
versorgen zwei in das Dach eingelassene NACA-Düsen das 16-Zylinder-Triebwerk mit Atemluft.
Die Frontpartie wird von größeren und völlig neu gestalteten Lufteinlässen geprägt. Der unterste
Luftschlitz zieht sich seitlich bis ins Radhaus hinein und verleiht dem Ausnahmesportwagen ein
souveränes Auftreten. Die neue Heckpartie wird von einem Doppeldiffusor und einer zentra
angeordneten, breiten Abgasanlage sportlich definiert Super Sport Versionen von erfolgreichen
Fahrzeugen gab es bei Bugatti schon früher. Meist hatten diese Fahrzeuge von Rennsportmodellen
übernommene Chassis und aufgeladene Motoren. Es waren echte Rennmaschinen für die ganz
Hartgesottenen unter den Bugatti Besitzern. Die erfolgreichsten waren der Type 55 und der Type 57S.
Von beiden wurden rund 40 Einheiten gebaut. 250 Veyrons und 22 Grand Sports wurden davon
bis Ende September ausgeliefert. Der Super Sport wird ab Herbst 2010 parallel zum Grand Sport
und Veyron in Molsheim gefertigt.

Text- & Bildquelle: Bugatti